Warum schützen wir uns mit Masken? Wie unsere Schutzhüllen uns voneinander trennen

von | Aug 20, 2021 | Psychologie, Innere Stärke/Resilienz, Seelenaufgabe/Berufung | 0 Kommentare

Warum schützen wir uns mit Masken? 


Einleitung:

In diesem Artikel schreibe ich über die Masken, die wir tragen, um uns zu schützen. Damit sind zum Beispiel Glaubenssätze gemeint. Außerdem stelle ich in Frage, ob wir Masken brauchen und gebe Hinweise darauf, wie wir sie loslassen können.

Inhalt

  1. Einführung in das Thema Masken durch mein Youtube / Instagram Video
  2. Brauchen wir den Schutz der Maske überhaupt?
  3. Was uns davon abhält uns maskenlos zu zeigen
  4. Die Lösung: ein Traum oder werdende Realität?
  5. Du bist der Ursprung echter Begegnungen in deinem Leben

1. Video: Die Masken, die wir tragen

Vor Kurzem habe ich auf meinem Instagram Account (mareile_innere_staerke_fuehlen) ein Video veröffentlicht. Um einen guten Einstieg in das Thema Masken und Glaubenssätze zu finden, schau dir zunächst gern das Video an:

  • Dort spreche  ich über Arten von Masken, die wir als Schutzschilder verwenden.  Neben FFP2 Masken tragen wir zahlreiche andere Masken  hinter denen wir uns verstecken.
  • Diese Masken können zum Bespiel körperliche Masken sein, wie eine übermäßig auftrainierte Muskulatur, viel Schminke, oder auch zu viel Gewicht – also etwas, was um uns herum liegt, um uns zu schützen.
  • Es können auch Emotionen sein, die im Kontakt mir Anderen zuerst auftauchen. Spontane Emotionen, Schutzschilder, die eine andere Emotion dahinter verdecken, damit sie nicht sichtbar wird. Zum Beispiel kann Wut ein Deckmantel für Traurigkeit und Hilflosigkeit sein. Anders herum kann Traurigkeit auch ein Deckmantel für dahinter liegende Wut sein. Die dahinter liegende Emotion können wir in diesem Moment nicht aushalten. Deshalb wird sie in sekundenschnelle, wie mit einem Automatismus, verschleiert
  • Eine weitere Maske ist das Ego: diese uns durchziehende innere Struktur, die unseren Kern umhüllt und vermeintlich schützt. Meiner Meinung nach verdeckt das Ego aber unseren inneren Kern. Es äußert sich in unseren Glaubenssätze, unsere Annahmen über die Welt, unseren inneren Begrenzungen und auch in unseren Wertungen.
  • Noch eine schützende Maske ist die Maske der UNBEWUSSTHEIT, die ich vergessen habe im Video zu erwähnen. Damit meine ich das nicht Hinschauen, das Verleugnen von Tatsachen in unserem Leben, die wir eigentlich intuitiv fühlen können.

 

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2. Brauchen wir den Schutz der Masken überhaupt?

Mich haben nach Veröffentlichung meines Videos einige Zuschriften erreicht, die beschrieben, dass Masken für uns Menschen überlebensnotwendig sind . Das habe ich das in meinem kurzen Video nicht erwähnt und ich stelle die Sinnhaftigkeit dessen auch in Frage.

Ja, ich muss zugeben, auch ich war lange der Meinung, dass wir diese Schutzschilder brauchen, um in der Welt zurecht zu kommen.  Und es ist sicherlich so, dass manch eine Maske zur Zeit noch hilfreich ist, um zu überleben. Denn ein zu schnelles „sich zeigen“ kann einem Schock gleichen und ist auch nicht der Sinn der Sache. Dennoch geht es auf Dauer sicherlich eher darum Masken abzustreifen und authentisch zu sich zu stehen.

Ich glaubte früher auch, dass Masken uns ermöglichen dieser Welt Stand zu halten:  unseren Beruf auszuüben, in der Öffentlichkeit klar zu kommen und dem Druck stand zu halten.

Mittlerweile bin ich anderer Ansicht: ich habe in vielen Jahren meiner Arbeit als Psychologin beobachtet, wie Masken Menschen zwar schützen, jedoch ihre wahres SEIN verbergen.  Es sind Masken, die unseren tiefen inneren, verletzlichen Kern verbergen. Sie verbergen wer wir wirklich SIND.

Die große Ambivalenz in diesem Thema besteht darin, dass wahrscheinlich jeder Mensch sich danach sehnt genau so angenommen zu werden, wie er wirklich denkt, fühlt und ist. Masken jedoch verschleiern das.

Meiner Ansicht nach liegt genau darin die Krux: wir verbergen, wie und wer wir wirklich sind. Und daraus ergeben sich für mich folgende Fragen: 

  • Warum können wir nur in der Welt zurecht kommen, wenn wir Masken tragen?  Was hindert uns daran, uns authentisch zu zeigen und zu unserem Fühlen und Denken zu stehen?
  • Warum sind wir es gewöhnt, uns sofort zusammenzureißen und Masken aufzusetzen, wenn es im Außen für uns gerade schwierig wird?
  • Was wäre, wenn  mit uns auch die Welt um uns herum echter würde und wir uns einfach so zeigen könnten, ohne uns schützen zu müssen?
  • Was wäre, wenn wir  lernen, so ehrlich und maskenlos wie es geht, zu uns zu stehen. Wenn wir so  erfahren, wie die Welt um uns herum reagiert?

3. Was uns davon abhält uns maskenlos zu zeigen

Nun steige ich etwas tiefer in das Thema ein und überlege „laut“, was uns davon abhalten könnte, uns authentisch und maskenlos zu zeigen.

3.1. Was hält dich davon ab, maskenlos zu „gehen“?

Zuerst einmal ist es gar nicht so einfach die eigenen Masken zu erkennen: allein das Erforschen der einem Menschen innenliegenden Glaubenssätze ist wohl eine sich lohnende Lebensaufgabe. Wenn wir also nicht wissen, welche Masken uns ummanteln, so ist es schwer diese abzulegen.

Wenn eine Maske erkannt wird, was hält Menschen dann davon ab, sie abzulegen? Ich nehme mal das Beispiel des wirklichen zu sich Stehens, was zeitgleich bedeutet die eigene Berufung und Seelenaufgabe zu leben.  

Hauptgründe hinter Masken versteckt zu bleiben, liegen sicherlich:

  • in der Angst vor Bewertung von außen
  • der Angst zu scheitern.
  • Hinzu kommt die Scham, die auftauchen kann, wenn du dich wirklich mit deinem ganzen SEIN zeigst. Mit Scham meine ich die Angst davor, nicht angenommen, wertgeschätzt und geliebt zu sein. Und noch viel schlimmer: für das eigene SEIN abgelehnt zu werden.
  • in der Angst mit den Reaktionen der anderen nicht umgehen zu können
  • in der Überforderung im Umgang mit eigenen Gefühlen.
  • in dem Respekt davor die eigene innewohnende Größe zu leben: denn das wird dein jetziges Leben verändern.

Es ist nur allzu verständlich, dass es uns schwer fällt, uns dann authentisch zu zeigen. Denn dieses „sich zeigen“ erfordert innere Kraft und die Kompetenz, mit den Reaktionen der anderen umzugehen. Ebenso ist dann notwendig, die eigenen Emotionen anzunehmen und sie wirklich zu fühlen: die Angst, die Scham, die Hilflosigkeit. Wer will das schon?

Also ist die logische Konsequenz sich wieder nach innen zu wenden, den dort herrscht vermeintlich Sicherheit. Das bedeutet zeitgleich, dass wir uns von uns selbst und der Welt abschneiden. Denn wer sich maskieren muss, der erschafft eine Trennmauer zwischen sich und der Welt. Hinter diese Mauer ist es wahrscheinlich dauerhaft einsam, verlassen und leer.  Dort begegnen dir genau die Gefühle, die du nach Außen nicht zeigen wolltest.  Maskierung lässt diese Gefühle nicht verschwinden, sondern die werden in uns eingeschlossen. Dort leben sie weiter und verbrennen uns über längere Sicht von innen.


4. Die Lösung – ein Traum oder werdende Realität?

Das Ganze hier ist natürlich nur ein kurzer Gedanke und mit Sicherheit unvollständig. Und doch will ich diesen Gedanken äußern. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung und vielen Berufsjahren, dass es möglich ist,  Strukturen zu verändern. Ich will mich nicht aufhalten lassen, nur weil es schleichend oder schwer geht, oder ich nur ein ganz kleines Licht in dem Ganzen bin:

Es gibt ein Lösungen, die uns alle dabei unterstützen werden, authentischer zu leben. Natürlich sind diese „Lösungen“ Prozesse und sich verändernde innere Einstellungen: Lebenshaltungen. Es sind keine Schalter, die ich mal eben drücken kann. Auch wenn diese Veränderungen in der Welt länger brauchen, so bin ich doch der festen Überzeugung, dass jeder von uns eine maßgebliche Wirkung in dem Veränderungsprozess hat. Daher spreche ich dich direkt an und lade dich ein, ein weiteres Licht im Prozess der Veränderung zu sein:

beginne deine Maskierungen zu erkennen, zu beobachten und zu lösen. Beginne damit, dich mit dir selbst zu konfrontieren: langsam, mutig und liebevoll. 

4.1. Der Ausgangpunkt ist Mitgefühl: ersetze die Härte, Abwertung und Ablehnung in dir mit Selbstmitgefühl

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es mich zutiefst fordert mich authentisch zu zeigen. So wie eben auch in diesem Artikel. Das bedeutet, dass jeder Mensch Mut braucht und innere Kraft, um zu sich zu stehen. Innere Stärke, Resilienz, kann jeder von uns vertiefen. Resilienz ist auch lernbar.  Jeder Moment, in dem du dich erkennst und dir und anderen begegnest, ist ein Moment innerer Kraft.

Um diese nackten, wahren und echten Momente auszuhalten brauchst du Mitgefühl. Zu allererst mit dir selbst: Selbstmitgefühl. Wenn es dir gelingt, dich selbst mit Freundlichkeit zu betrachten und in deinem Prozess der Entwicklung anzunehmen, dann hast du immer jemanden der bei dir ist. Du bewohnst dich. DU verlässt dich nicht. Mit jedem Akt des Mitgefühls dir selbst gegenüber vertiefst du deine Resilienz, deine innere Stärke. Und damit hast du mehr innewohnende Kraft, um dich authentisch zu zeigen.

Sobald du beginnst dich selbst mit selbst mit liebevolleren Augen zu sehen, wirst du automatisch mit offenerem, freundlicheren Blick in die Welt zu schauen. Es wird dir leichter gelingen, dich und andere mit Güte zu betrachten. Du wirst Verbindung mit anderen spüren, weil du dich endlich wirklich zeigst und in dir präsent bist: vielleicht bist du dann sogar ein Stück mehr in dir zu Hause. 

Wenn du also selbst damit anfängst, dich selbst und andere mit Mitgefühl zu betrachten, dann änderst du bereits die Welt.  Ich rede hier nicht von Mitleid, denn das ordnet den Betrachteten unter dir ein. Mitgefühl bedeutet mit den Augen von Liebe, Verbundenheit, Achtsamkeit und Freundlichkeit auf den anderen (und sich) zu schauen. Also mit einer guten inneren Intention, mit einer freundlichen Absicht. Das würde auch heißen, dass Bewertungen und Abwertungen unser Denken verlassen dürfen.  Es würde voraussetzen, dass wir uns selbst mit Liebe und Mitgefühl begegnen. Die Andersartigkeit und Individualität in jedem Individuum schätzen lernen und es ganz natürlich wird, sich eigen und anders zu zeigen.

4.2. Um zu dir zu stehen musst du wissen, wie du mit deinen Gefühlen umgehst

Natürlich schaue ich nicht mit einem rosaroten, verklärten Blick in die Welt und sehe darin nur noch Offenheit und Mitgefühl. Mir ist durchaus klar, dass wir alle auch auf Gegenwind stoßen werden, wenn wir uns wahrhaft zeigen. Davon kann ich selbst ein Lied singen. Und gerade deshalb will ich dazu aufrufen und einladen, sich mit der eigenen emotionalen Kompetenz auseinander zu setzen.

Es ist sehr hilfreich, wenn nicht sogar lebensnotwendig, zu lernen mit den eigenen Gefühlen umzugehen und die inneren Glaubenssätze bewusst aufzulösen. Denn durch den Gegenwind werden in uns Gefühle hochgebracht, Glaubenssätze getriggert und wir werden zutiefst herausgefordert. Es ist gut, wenn wir dann in Verbundenheit mit uns selbst stehen und schwere Momente auch mal allein aushalten können.  Das kannst du zum Beispiel in meinem Mentoring Programm lernen.

4.3. Wir alle sind miteinander verbunden

Auch wenn so manch eine Maske uns noch trennen mag, so sind wir alle miteinander verbunden.

  • Allein schon der Schmerz der Unverbundenheit verbindet uns.
  • Jeder Mensch hat in seinem Leben schon Leid erlebt- das verbindet uns.
  • Jeder Mensch will geliebt sein- das verbindet uns.
  • und soviel mehr
Wir alle sind ANDERS. Wir alle sind EIGEN. Und wir alle sind  schwierig und zeitgleich ganz unkompliziert. Denn wir sind Menschen. Menschen leben durch ihre Einzigartigkeit und durch ihre Verbundenheit im Mensch Sein. 

Wie wäre es, wenn wir beginnen uns wieder direkt miteinander zu verbinden, indem wir unser aller Andersartigkeit als Verbindung zwischen uns anerkennen?

5. Du bist der Ursprung echter Begegnungen in deinem Leben

Neue Gedanken und Ideen auszusprechen, die noch kein anderer geäußert hat: das ist so verdammt mutig.   Beginne deine Wahrheit zu sprechen und dich auf diese Weise von innen zu zeigen. So erschaffst du die Grundlage für echte Begegnungen. Auf diese Weise öffnest du deine inneren Tore für das Leben an sich. 

Wie wäre es, wenn wir einander wieder zuhören, einander ernst nehmen? Auch, wenn uns manch eine Art zu denken oder zu fühlen zunächst mal fremd erscheint?

Äußere dich aus dem Herzen, berührbar und verletzlich: zeige dich. Und sei dir sicher, dass immer einer da ist, der dich hält:

DU BIST FÜR DICH DA!

DU kannst dich liebevoll beruhigen, dich annehmen und dich von innen stärken. Wenn du es noch nicht kannst, dann lerne es (siehe Mentoring Programm)

 Dir werden allein für deine innere Stärke viele andere folgen.  Warum? Weil du dich liebst und zu dir stehst. Du zeigst auf diese Art deine Stärke, denn du bleibst mit dir und anderen verbunden, obwohl dir oder deinen Aussagen Widerstand begegnet. 

Je mehr deine Masken fallen, desto mehr wirst du Menschen begegnen, die dich genauso annehmen, wie du bist. Weil du dich annimmst, wie du bist.

Natürlich werden dich auch Menschen ablehnen und das ist in Ordnung. Du magst ja auch nicht jeden. Entscheidend ist, dass wir trotzdem allen mit Offenheit und guter innerer Absicht begegnen.

Wenn du dir sicher sein könntest, dass dein maskenloses zu dir stehen keine Abwertung bewirkt, keine Kraftanstrengung bedeutet und nicht mal was Besonderes ist, weils alle tun, was wäre dann?

Beginne du selbst, diese Welt mit zu erschaffen. Denn je offener du bist, desto mehr Offenheit wird dir begegnen.

Sei dir sicher, dass Widerstand vor allem von den Menschen kommen wird, die sicher hinter ihren Schutzschildern sitzen und sich nicht trauen ihre Masken zu lichten. Sie haben nicht den Mut sich verletzlich zu zeigen und damit wirkliche Verbundenheit entstehen zu lassen. 


Die Fragen sind  abschließend:

  • Kannst Du Gegenwind das aushalten, im Herzen bleiben und deine gute innere Absicht halten?
  • Schaffst du es, trotz der unterschiedlichen Ansichten zu dir zu stehen UND in Verbindung mit anderen zu bleiben?
  • Wie stark bist du wirklich von innen?

Wenn du dich noch nicht stark genug fühlst, so wisse: Innere Stärke kannst du ausbauen. 


 

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